4. Intracytoplasmische Injektion morphologisch selektierter Spermien (IMSI): Eine prospektiv randomisierte Studie.
An der Untersuchung nahmen 446 Paare teil. Bei den jeweiligen Partnern handelte es sich um Fälle schwerer Oligoasthenozoospermie (schweres OAT-Syndrom). Die Frauen waren bis zu 35 Jahre alt und ohne eigenen Sterilitätsfaktor. Prospektiv randomisiert wurden 219 (Gruppe 1) Paare mittels konventioneller ICSI und 227 (Gruppe 2) Paare mittels IMSI behandelt. Bei IMSI werden die zur Injektion benutzten Spermien unter 6600-facher Vergrößerung ausgewählt. Ergebnisse: Die klinische Schwangerschaftsrate war bei IMSI höher als bei ICSI (39,2% versus 26,5%). Paare, die vorher zweimal oder häufiger erfolglos mit konventionellem ICSI behandelt wurden, profitierten besonders von der Umstellung auf IMSI (29,8% versus 12,9%; klinische Schwangerschaften) mit gleichzeitig reduzierter Fehlgeburtsrate (17,4% versus 37,5%).
Kommentar von Ferticonsult:
IMSI wird seit Anfang 2008 im Kinderwunschzentrum Darmstadt durchgeführt.
Prof. Dr. med. G. Leyendecker
Literatur
Antinori M, Licata E, Dani G, Cerusico F, Versaci C, d’Angelo D, Antinori S
Reprod Biomed Online. 2008 Jun;16(6):835-41PMID: 18549694 [PubMed - in process]