5. Denosumab bei Frauen in der Postmenopause mit niedriger Knochendichte.
RANKL (receptor activator of nuclear factor-kappaB ligand) ist für die Differenzierung, Aktivierung und Lebensdauer von Osteoklasten essentiell. Der humane monoklonale Antikörper Denosumab bindet mit hoher Affinität und Spezifität an RANKL und verhindert somit dessen Wirkung. Die Wirksamkeit und Sicherheit von subkutan appliziertem Denosumab wurde bei 412 Frauen mit reduzierter Knochendichte über die Dauer von 12 Monaten überprüft. Die Frauen erhielten randomisiert entweder Denosumab, orales Alondronat oder Placebo. Unter Denosumab erhöhte sich je nach Dosis die Knochendichte der Lumbalwirbel um 3 bis 6,7% (Alendronat: plus 4,6%; Plazebo: minus 0,8%), die der Hüfte um 1,9 bis 3,6% (Alondronat; plus 2,1%; Plazebo: minus 0,6%) und am distalen Radius 0,4 bis 1,3% (Alondronat: minus 0,5%; Plazebo: minus 2,0%). Drei Tage nach Initiierung der Gabe von Denosumab kam es zu einer nahezu maximalen Suppression der Serum-Spiegel von C-Telopeptid (erfasst das Knochen-Turn-over). Denosumab könnte sich als wirksames Medikament zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose erweisen.
Literatur
McClung MR, Lewiecki EM, Cohen SB, Bolognese MA, Woodson GC, Moffett AH, Peacock M, Miller PD, Lederman SN, Chesnut CH, Lain D, Kivitz AJ, Holloway DL, Zhang C, Peterson MC, Bekker PJ; AMG 162 Bone Loss Study Group. Denosumab in postmenopausal women with low bone mineral density. N Engl J Med. 2006 Feb 23;354(8):821-31.